Tag 31 – Räge Rägetröpfli

Heute morgen hörten wir in den Nachrichten, dass Sydney den nässesten Sommeranfang seit 1940 verzeichnet. Und so hat es auch heute den ganzen Tag geregnet, sogar noch stärker als gestern. So gingen wir nach dem Frühstück in die Sydney WildlifeWorld in Darling Harbour. Die WildlifeWorld liegt gleich neben dem Aquarium und widmet sich ganz der Australischen Tierwelt. Von Insekten über Reptilien bis Säugetieren ist hier alles vertreten. Neben winzigen Ameisen auch ein 5m langes Salzwasserkrokodil. Die ganze Anlage ist sehr liebevoll gestaltet und wir konnten zwei Stunden im Trockenen die Tiere bestaunen. Als wir die WildlifeWorld verliessen hatte gerade der Regen aufgehört. So beschlossen wir, mit der Fähre nach Manly zu fahren und dort den Strand zu begutachten. Auf der halbstündigen Fahrt hat man eine wunderbare Sicht auf die Oper, die Harbour Bridge und die Skyline von Sydney. Kurz bevor wir Manly erreichten fing der Regen erneut an und so besuchten wir das Ozeanium, das in unserem Ticket der WildlifeWorld inbegriffen war. Doch zehn Minuten später waren wir bereits wieder draussen, da ein Teil des Aquariums gerade umgebaut wird und der Rest bei weitem nicht mit dem Sydney Aquarium mithalten kann. So schlenderten wir unter dem Regenschirm an den Strand und schauten den Surfern zu. Kurze Zeit später verliessen wir Manly auch schon wieder. Wir entschieden uns, in die Abendvorstellung des IMAX Kinos mit der grössten Leinwand der Welt zu gehen. Wir wollten uns den Film “Life under the Sea 3D” anschauen. Dort angekommen wurde uns mitgeteilt, dass die heutige Vorstellung abgesagt wurde. Also gingen wir früher als geplant Abendessen und liessen den Abend im Hotelzimmer mit einem Glas Wein ausklingen.

Tag 30 – Sydney

Auch heute Morgen erwachten wir mit Regen. Die Zeitung, die uns vor die Türe gelegt wurde, bestätigte uns dann auch, was wir schon im Radio gehört hatten: es wird die ganze Woche regnen. Und so starteten wir unser Schlechtwetterprogramm und besuchten das Sydney Aquarium. Nebst vielen Haien konnten wir auch zum ersten Mal ein Platypus sehen. Das Schnabeltier sieht aus wie ein kleiner Biber mit dem Schnabel einer Ente. Ebenfalls zum ersten Mal sahen wir zwei Dugongs, die uns sehr an die Manatees aus Florida erinnerten. Sie haben jedoch einen Schwanz wie ein Wal. Es nieselte nur noch ein bisschen, uns so schlenderten wir nach dem Aquarium durch Darling Harbour mit seinen zahlreichen Restaurants und Bars. Danach besuchten wir die Shoppingmeile Pitt Street. Kaum hatten wir uns in einem Restaurant draussen an einen überdachten Platz gesetzt, fing es an zu Regnen wie aus Kübeln. Gottseidank hörte der Regen beim letzten Bissen auf und es kam sogar ein bisschen die Sonne heraus. Wir nützten die Gelegenheit und spazierten über die Harbour Bridge. Am ersten Pfeiler der Brücke angekommen bot sich die Möglichkeit, über Treppen im Pfeiler hinaufzusteigen und von oben die Aussicht zu bewundern. Und da es vielleicht der einzige sonnige Moment während unserem Sydney-Aufenthalt ist haben wir die zehn Dollar Eintritt pro Person bezahlt und genossen die Sicht von oben auf die Oper, die Skyline und die Brücke.
Nach der Brücke spazierten wir erneut nach Darling Harbour, wo wir in einem Strassencafé das bunte Treiben beobachteten und den Abend ausklingen liessen.

Tag 29 – Ankunft in Sydney

Auch an diesem Morgen regnete es. Mit der Hoffnung, dass sich das Wetter noch bessern würde, fuhren wir die “Scenic Route” durch die Blue Mountains zurück in Richtung Sydney. Doch der Regen wurde immer stärker und so liessen wir die restlichen Lookouts links liegen und fuhren ohne Halt bis nach Sydney. Dank dem GPS fanden wir die Rückgabestelle von Britz, unserem Camper-Vermieter, ohne Probleme. Dann hiess es, unsere Taschen zu packen und den Camper abzugeben. Danach gings mit dem Taxi zu unserem Hotel, dem Four Seasons Hotel mitten in der Innenstadt. Im Hotel war unser Zimmer noch nicht bezugsbereit, und so sassen wir in der riesigen Lobby und studierten Sydney-Reiseführer. Als unser Zimmer bereit war freuten wir uns über die Unmengen von Platz, die wir plötzlich zur Verfügung hatten. Vor allem das eigene Badezimmer erschien uns nach den letzten vier Wochen als riesiger Luxus. Dazu kam auch noch die Aussicht auf den Sydney Harbour und das Opernhaus. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und so verliessen wir das Hotel, um die Gegend zu erkunden. Über den Circular Quay schlenderten wir zum imposanten Opernhaus, vorbei an zahlreichen kleinen Shops. Danach haben wir “The Rocks”, so heisst die Gegend um unser Hotel, noch genauer unter die Lupe genommen. Danach assen wir auf der Dachterrasse eines Restaurants ein feines Steak. Montag und Dienstag ist nämlich 10$-Steak-Tag (Danke für den Tipp Chris).

Tag 28 – Verregnete Blue Mountains

Bereits in der Nacht wurden wir durch den starken Regen geweckt. Leider besserte sich das Wetter bis zum Morgen nicht wirklich. So starteten wir unsere Wanderung zu den Leura Cascades im Regenschutz. Die Leura Cascades sind eine Reihe von kleinen Wasserfällen, die sich der Klippe nahe Leura aneinanderreihen. Wenn man so im Regen wandert, ist man ziemlich alleine. Die kleinen Städtchen Katoomba und Leura hingegen waren völlig überfüllt, jeder wollte sich einen Platz in einem Café ergattern. Für unsere Wanderung hat Dani ihren zuvor gekauften Sonnenschirm, den man an den Campingstühlen befestigen konnte, in einen Regenschirm umgewandelt. So stapften Tomi (mit Kamera bewaffnet) und Dani (mit Schirm bewaffnet) während rund zwei Stunden durch die Pfützen und Schlammlöcher, die sich durch den Regen gebildet hatten. Jetzt könnte man meinen dass unsere Stimmung bestimmt einen Tiefpunkt erreicht hatte, aber ganz im Gegenteil. Für den Nachmittag hatten wir nämlich bereits ein wunderbares Schlechtwetterprogramm. Am Abend zuvor hatten wir nämlich mit Chris & Mirj & Söhnchen Alex abgemacht, dass wir uns heute treffen würden. Die Drei sind nämlich auch gerade in den Ferien in Australien und kamen extra von Sydney aus mit dem Zug zu uns in die Blue Mountains. Als sie ankamen schüttete es wie aus Kübeln. Wir luden sie (verbotenerweise) in unseren Camper und fuhren zum Echo Point, wo wir den Nachmittag plaudernd in einem Restaurant verbrachten.
Als gegen Vier Uhr der Regen endlich aufhörte, verliessen wir das Restaurant und genossen nochmals die schöne Aussicht vom Echo Point Lookout, bevor wir die Drei wieder zurück zum Bahnhof brachten. Danach beschlossen wir, das trockene Wetter auszunutzen und fuhren zu den Wemworth Falls. Auf einer knapp zweistündigen Wanderung ging es steil bergauf und bergab – oft springend über die grossen Pfützen. Aber zumindest kam kein Wasser mehr von oben. Von mehreren Lookouts aus bot sich uns ein wunderschöner Anblick auf den Wasserfall. Wegen dem zuvor gefallenen Regen zogen dichte Nebelschwaden aus dem Tal empor und zeigten das Tal minutenweise in einem völlig anderen Licht.

Tag 27 – Blue Mountains

Heute fuhren wir auf direktem Weg in die Blue Mountains. Wir verliessen somit die Küste und erreichten das Hinterland von Sydney. Im Visitor Center in Glenbrook deckten wir uns mit allen Informationen über die Gegend ein. Da es nur zwei Campgrounds mit Stromanschlüssen gibt, fuhren wir zuerst nach Katoomba um uns einen Platz für zwei Nächte zu sichern. Die Fahrt entpuppte sich aber als Geduldsprobe, da die ganze Strecke eine Baustelle war und es ausserdem sehr viel Verkehr gab. So fuhren wir die meiste Zeit im Schritttempo unserem Ziel entgegen. In Katoomba hatte es zum Glück noch Platz auf dem Campground und so konnten wir uns entspannt den Aktivitäten zuwenden.
Als erstes besuchten wir die “Scenic World”. Die Scenic World besteht aus zwei Luftseilbahnen und einer Standseilbahn. Zuerst fuhren wir mit dem 330m langen “Skyway” über eine Schlucht und hatten dabei eine grandiose Aussicht auf das Tal unter uns und die Felsformationen “Three Sisters”. Durch den Glasboden der Seilbahn konnte zudem der hohe Katoomba Wasserfall beobachtet werden. Danach ging die Fahrt mit der “Railway”, mit 52 Grad Gefälle die steilste Seilbahn der Welt, in die Schlucht hinunter. Früher wurde mit dieser Bahn Kohle aus den Minen aus der Schlucht nach oben transportiert. In der Schlucht führte ein rund 45 minütiger Weg über Holzplanken durch den mit Lianen bewachsenen Wald. Am Ende des Wegs geht die Fahrt mit dem “Cableway”, Australiens steilster Luftseilbahn, wieder zurück nach oben.
Da wir beide hungrig waren fuhren wir in die Innenstadt von Katoomba und assen etwas kleines in einem Strassencafé. Danach fuhren wir zum “Echo Point”, von wo man ebenfalls eine wunderschöne Aussicht auf das Tal und die “Three Sisters” hat. Wir wanderten rund eine Stunde auf einem steilen Wanderweg der Klippe entlang und erreichten immer wieder neue Lookouts, von wo aus man jeweils eine andere Sicht auf das bewaldete Tal hatte.

Tag 26 – Old Mogo Town & Kiama

Gleich nach dem Aufstehen machten wir uns auf den Weg ins 10km entfernte Mogo, wo sich das Freilichtmuseum “Old Mogo Town” befindet. Um eine ehemalige Goldmine wurde eine authentische Goldgräberstadt aus dem Jahr 1850 aufgebaut. Auf einer rund einstündigen Tour wurden uns Einblicke ins harte Leben der “Digger” gegeben. Im Anschluss wurde uns beigebracht, wie man mit einer speziellen Schüssel Gold wäscht. So sassen wir alle um einen runden Bottich mit Flusswasser und schüttelten unsere Schüsseln auf der Suche nach Gold und Goldstaub. Unsere Suche wurde belohnt, denn wir fanden tatsächlich ein paar winzige Körnchen Gold. Nicht ganz zufällig, denn das Museum kauft immer wieder von einem lokalen Goldsucher kleine Mengen Gold ab und mischt es in den Schlamm, damit die Touristen nicht ganz so entäuscht sind.
Die Reise ging der Küste entlang weiter in Richtung Sydney. In Huskisson in der Jervis Bay wollten wir eine Delfintour machen, da die Bucht für die grosse Anzahl Delfine bekannt ist. Doch leider verpassten wir die letzte Tour des Tages um eine knappe Stunde (um 14:00 Uhr!). Scheinbar spielt sich das Leben hier nur morgens ab. Wir waren aber nicht allzu sehr entäuscht, da wir ja gestern bereits Wale beobachten konnten. So fuhren wir weiter bis nach Kiama. Im Visitor Center wurde uns empfohlen, so schnell wie möglich einen Campground zu reservieren, da viele Besucher aus Sydney übers Wochenende jeweils nach Kiama kämen. So war es auch, denn 2 der 3 Campgrounds waren bereits voll. Im Dritten waren wir zum Glück erfolgreich und konnten noch einen Platz ergattern. Danch fuhren wir zurück in die Innenstadt, um etwas zu essen. Leider fanden wir in ganz Kiama kein Restaurant, das 1. geöffnet war und 2. einigermassen einladend aussah. So bestellten wir uns je ein riesiges Sandwich im Subway und setzten uns damit im Campground an den Strand. Nach dem Essen nützten wir die Annehmlichkeiten unseres riesigen Campgrounds aus, denn es gab einen Pool inklusive Sprudelbad. Während Dani in der Sonne ihr Buch las, setzte sich Tomi zusammen mit etwa 20 kreischenden Kindern ins Sprudelbad. Richtig entspannend ;-)

Tag 25 – Whale Watching

Humpback Whale

Heute mussten wir früh aus den Federn, um rechzeitig ins 20km entfernte Marimbula zu gelangen. Um 9 Uhr startete nämlich unsere langersehnte Whale Watching Tour. Doch bereits bevor wir den Hafen verliessen konnten wir ein erstes Highlight verbuchen. Wir konnten nämlich zwei Stachelrochen beobachten, die im seichten Wasser an unserem Boot vorbeischwammen. Danach ging die Fahrt los. Wir verliessen die geschützte Bucht mit ihrer Austernfarm in der Mitte und fuhren aufs offene Meer hinaus. Dort nahm der Wind und somit auch die Wellen zu und Dani war dankbar, dass sie an ihre Reisetabletten gedacht hatte. Unser Kapitän hatte ständigen Telefonkontakt mit einem Beobachter (wo auch immer der war). Dieser “Spotter” hatte auf jeden Fall super Augen, denn bereits nach kurzer Zeit hat er uns in ein Gebiet navigiert, wo sich zwei Buckelwale befinden sollten. Und das waren sie auch. Eine Mutter mit Kalb tauchte vor unserem Boot auf. Anfangs zeigten sie nur zaghaft ihre Rückenflossen, und dies auch nur in 10 Minuten Abständen. Wir verloren auch mehrmals die “Fährte” und so tauchten sie jeweils wieder auf einer anderen Seite des Bootes auf. Nachdem Dani einen schwimmenden Seehund entdeckt hatte, tauchten gleichzeitig auf der anderen Seite des Bootes die beiden Wale wieder auf – dieses Mal in Begleitung von drei Delfinen. Um das Erlebnis noch vollends abzurunden sprang die Walmutter drei Mal ganz aus dem Wasser und liess sich jedes Mal mit einem riesigen Klatschen auf den Rücken fallen.
Nach knapp vier Stunden erreichten wir wieder den Hafen von Marimbula. Glücklich und zufrieden setzten wir uns in den McDonalds am Hafen und assen etwas kleines. Da jeder McDonalds gratis WiFi Internet hat, konnten wir endlich wieder einmal unseren Blog updaten. Danach setzten wir unsere Fahrt der Küste entlang fort. Die Landschaft war unglaublich schön. Vorbei an zahlreichen Seen, Flüssen und kleinen Brücken erreichten wir das Stätchen Batemans Bay, wo wir einen gemütlichen Campground direkt am Fluss fanden. Und wir uns wieder einmal die Bäuche in einem feinen Restaurant vollschlugen.

Tag 25 Quick Update

Wir haben es endlich auf ein Boot geschafft! Sind nämlich gerade von unserer Whale Watching Tour zurück und obwohl alle behaupten, die Wal-Saison sei vorbei, haben wir Buckelwale gesehen! So cool!

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