Tag 11 – Frühpirsch und Ankunft in Hatari Lodge
- At November 24, 2009
- By Tomi
- In Tanzania 2009
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Da uns der gestrige Tag so gut gefallen hatte, überredeten wir Isaac zu einer letzten Frühpirsch, bevor wir die Serengeti am späteren Vormittag verlassen mussten. So fuhren wir bereits um sechs Uhr los, um den Tag so gut wie möglich auszunutzen. Kurz nach dem Verlassen der Lodge erblickten Dani’s Adleraugen fünf Löwen im Dickicht – ein Männchen und vier Weibchen, die friedlich durch das noch tau-feuchte Gras liefen. Der Tag fing also bereits super an. Isaac gab sich alle Mühe, uns auch noch die dritte afrikanische Grosskatze – den Gepard – zu zeigen. Doch es nützte alles nichts, dieser Anblick sollte uns verwehrt bleiben. Dafür begegneten wir zum ersten Mal in diesen Ferien einer Herde Elefanten, die wir aus der Nähe beobachten konnten. Um das Bild noch abzurunden stand eine Gruppe Giraffen gleich daneben. Wir fuhren noch einmal am selben Baum vorbei, auf dem wir gestern die Leoparden sahen, doch das Fleisch war aufgegessen und die Leoparden verschwunden. Kurz vor dem Seronera Flughafen begegneten wir einer Löwenfamilie mit Mama, Papa und einem Jungen, die sich von unserer Anwesenheit überhaupt nicht stören liessen. Der Kleine tollte wild herum und musste daraufhin vom Vater mit einem lauten Brüllen zurechtgewiesen werden.
Nun mussten wir auch schon zum Flughafen, wo wir uns von Isaac herzlich verabschiedeten und unser winziges Flugzeug nach Arusha bestiegen. Nach einer kurzen Zwischenlandung beim Lake Manyara erreichten wir den Arusha Airport, wo wir von Sammy abgeholt wurden. Sammy ist ein alter Kauz, der immer für ein Spässchen zu haben ist. Er fuhr uns zur Hatari Lodge, die gleich ausserhalb des Arusha Nationalparks liegt. Der Weg führte durch den Nationalpark und Sammy machte mit uns einen kleinen Game Drive. Er freute sich, dass er uns auf dem Weg sogar noch ein neues Tier zeigen konnte – nämlich Black & White Colobus Affen. Auf der Weiterfahrt erblickte Dani auch noch ein zweites neues Tier: eine Leopard-Schildkröte. In der Hatari Lodge wurden wir von Lilly, der deutschen Managerin, herzlich empfangen. Doch wir hatten noch keine Zeit für Smalltalk, den unsere Nachmittags-Pirschfahrt in den Arusha Nationalpark begann sogleich. Mit unserem Guide Elyakim fuhren wir in einem offenen Mercedes-Jeep zu den Momella-Seen. Hier konnten wir Tausende von Flamingos beobachten, deren rosa Farbe hier noch viel stärker ausgeprägt waren. Speziell war auch, dass einige Flamingos in der Mitte des Sees wie Schwäne schwammen. Die Landschaft um die beiden Seen erinnerte mehr an das Schottische Hochland als an Afrika. Der restliche Nationalpark bestand zu grossen Teilen aus Regenwald und es war auch merklich kühler als noch vor ein paar Stunden in der Serengeti. Zurück in der Lodge konnten wir unser liebevoll eingerichtetes Zimmer beziehen. Auch der Rest der Lodge, die früher einmal Hardy Krüger gehört hatte, ist sehr gemütlich und einladend eingerichtet. Nachdem der Film Hatari im Jahr 1960 in dieser Gegend gedreht wurde, verliebte sich Hardy Krüger in das Land und blieb.
Das Nachtessen in der Lodge wird jeweils gemeinsam an der grossen Tafel genossen, wobei sich alle Leute über die Erlebnisse austauschen und Geschichten erzählen konnten. Besonders spannend waren die Erzählungen von Lilly und ihrem Mann Thomas, die sich seit acht Jahren auf Weltreise befinden und momentan aushilfsweise für ihre Freunde als Manager der Hatari Lodge eingesprungen sind.
Tag 10 – Serengeti Game Drive
- At November 23, 2009
- By Tomi
- In Tanzania 2009
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Da heute unser einziger ganzer Tag in der Serengeti war, wollten wir diesen voll ausnutzen. Isaac war es langsam nicht mehr recht, dass er uns noch keine Grosskatzen aus nächster Nähe zeigen konnte und so fuhren wir bereits um halb 6 los. Früh morgens war es noch ziemlich kalt in der Serengeti, doch schon nach kurzer Zeit vergassen wir die Temperaturen, da wir (Isaac) einen Löwen gesichtet hatten. Das junge männliche Tier sass auf einem Termitenhügel wie auf einem Thron und blickte stolz um sich. Wir waren nur wenige Meter entfernt und bewunderten den Löwen von allen Seiten. Nur wenige Minuten später erblickten wir eine Löwenmutter, die mit ihren rund eine Woche jungen Babies die Strasse entlang lief. Die zwei Löwenbabies wären wirklich total süss und trabten tollpatschig vor der Mama her. Wir genossen den seltenen Anblick in vollen Zügen und schauten den Kids lange zu, wie sie in der Morgensonne umhertollten und sich von der Mama liebevoll sauber schlecken liessen.
Nur kurze Zeit später erblickten wir erneut Löwen – dieses Mal eine ganze Familie. Leider waren sie ziemlich weit weg unter einem Baum im Schatten, so dass wir nicht viel erkennen konnten. Doch auch auf der anderen Strassenseite erblickten wir Löwen – nämlich eine Mama mit ihren drei Teenager-Jungen, die sich aber schnell ins hohe Gras in Deckung begaben. Nur wenige Meter daneben kam ein Hippo aus dem kleinen Fluss heraus und graste friedlich. Nachdem wir einen anderen Safari-Jeep aus einem Schlammloch herauszogen, das wir zuvor problemlos durchquert hatten, begegneten wir endlos scheinenden Herden von Gnus, die sich jedes Jahr zu dieser Zeit in der Serengeti versammeln. Gegen Mittag führte uns der Weg an einem grossen Baum vorbei, in dessen Schatten zwei Löwenpaare dösten. Isaac nannte sie “the honeymooners”, weil sich das eine Paar gleich mehrmals vor unseren Augen paarte. Weil uns dieser Platz so gut gefiel, parkten wir das Auto nur wenige Meter von den Löwen entfernt und verzehrten unsere Breakfast-Boxen.
Als wir nach dem Morgenessen weiterfuhren, begegneten wir einer einsamen Löwin, die vor uns auf der Strasse entlanglief. Heute war wirklich ein absoluter Löwentag. Kurz vor Mittag besuchten wir ein kleines Museum, das während einer kurzen Tour zahlreiche Informationen zum Serengeti Nationalpark und der jährlichen Migration der Gnus und Zebras lieferte. Ausserdem sahen wir überall Hyraxe im Schatten liegen – das sind murmeltierähnliche Nager, die sich in der sicheren Gegenwart der Menschen sichtlich wohl fühlten. Nach dieser interessanten Führung nahm sich Isaac zum Ziel, einen Leoparden aufzuspüren. Wir fuhren einem kleinen Flusslauf entlang und hielten intensiv Ausschau nach einer der seltenen Grosskatzen. Tatsächlich entdeckte Isaac in einem Baum ein riesiges Stück Fleisch, das nur ein Leopard dorthin geschafft haben konnte. So warteten wir an dieser Stelle, und tatsächlich tauchte nur wenige Minuten später ein Leopard auf – sogar mit Nachwuchs. Wir konnten es fast nicht glauben, doch die Leopardenmama und ihr Baby kamen aus dem Dickicht und kletterten vor unseren Augen auf ihren Baum. Wir verbrachten eine gute Stunde damit, die beiden zu beobachten und Hunderte von Fotos zu schiessen. Wir hätten es niemals für möglich gehalten, doch wir konnten tatsächlich unseren fantastischen Morgenessen-Platz noch toppen – wir genossen nämlich nur wenige Meter von den Leoparden entfernt unsere Lunch-Boxen.
Am späteren Nachmittag machten wir uns auf den Weg zurück in die Serengeti Sopa Lodge. Auf dem Rückweg entdeckten wir in der Ferne eine kleine Herde Elefanten am fressen. Wesentlich näher, nämlich gleich neben der Strasse, stiessen wir auf eine Herde Giraffen am Fressen sowie eine Gruppe gestreifter Mungos – eine andere Rasse als wir bereits im Lake Manyara Nationalpark beobachten konnten. Zurück in der Lodge konnten wir von der Aussichtsterrasse aus Impalas und Wasserbüffel beobachten, während wir langsam den super Tag ausklingen liessen. Nach dem Nachtessen sorgten einige Angestellte der Lodge für Stimmung, indem sie singend und trommelnd in den Speisesaal traten und uns ein Ständchen hielten.
Tag 9 – Ankunft in der Serengeti
- At November 22, 2009
- By Tomi
- In Tanzania 2009
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Nach dem Frühstück gab sich Isaac alle Mühe, jene Löwen zu finden, die er in der Nacht zuvor brüllen gehört hatte. Leider blieb die Suche erfolglos und so fuhren wir nach Norden in Richtung Serengeti. Die Strecke führte durch eine riesengrosse baumlose Ebene, in der sich Tausende von Gnus versammelt hatten. Es schien, als ob der Horizont aus Gnus bestehen würde. Dieses Bild begleitete uns bis zu den Toren des Serengeti Nationalpark und darüber hinaus. An einer Stelle erblickten wir zahlreiche Geier sowie zwei Schakale, die sich um den Kadaver eines Baby-Zebras stritten. Dabei behielten die Schakale die Oberhand und vertrieben die Geier, welche sich nun hinten anstellen mussten, obwohl sie diejenigen waren, die das junge Zebra gerissen hatten.
Am Gate zur Serengeti nutzten wir die obligate Wartezeit für den Papierkram dafür, von einer Anhöhe aus die Aussicht auf die riesigen Ebenen zu geniessen. Dabei begegneten uns zahlreiche Agama-Echsen, die in den schönsten Farben schillerten. Auf der Weiterfahrt kamen wir an kleinen Grashügeln vorbei, wo wir in einem Abstand von zwei Metern einen Raubadler erblickten. An einem Wasserloch sahen wir unsere ersten Riedböcke. Gegen Mittag verliessen wir die weiten Ebenen und fuhren zur Serengeti Sopa Lodge, die in einer hügeligen und baumreichen Gegend liegt. Nun hatten wir Zeit, zu Mittag zu essen und ein bisschen zu relaxen. Von unserem Balkon sowie dem Garten der Lodge aus konnten wir Paviane, Impalas und sogar einen Wasserbock beobachten. Dabei mussten wir Acht geben, nicht auf eine der zahlreichen Echsen zu treten, die in der ganzen Anlage zu sehen sind.
Auf unserer kurzen Nachmittags-Pirschfahrt rund um die Lodge sahen wir erneut viele Impalas. Leider blieb uns auch dieses Mal der Anblick von Grosskatzen verwehrt. Dafür erhielten wir Gesellschaft von Abermillionen von Tse-Tse-Fliegen, die uns bei lebendigem Leib fressen wollten. Als es einmal ganz schlimm wurde, mussten wir sogar fluchtartig das Auto verlassen. Daraufhin zogen wir unsere dicken Pullover an, um wenigstens vor Bissen am Oberkörper geschützt zu sein. Wir konnten es selber fast nicht glauben: die Angriffe der Fliegen waren so störend, dass wir uns nicht einmal das Nilpferd ansehen konnten, das wenige Meter von uns entfernt im Wasser lag. Erst als Gewitterwolken aufzogen und die Luft ein wenig kühler wurde, liessen sie von uns ab. Beim Überqueren eines Flusses auf dem Rückweg zur Lodge erblickten wir unser erstes Krokodil, das auf einer Sandbank lag und vor sich hin döste.
Tag 8 – Ngorongoro Game Drive
- At November 21, 2009
- By Tomi
- In Tanzania 2009
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Der heutige Tag fing bereits ausgezeichnet an, obwohl uns der Wecker schon um 05:15 Uhr aus dem Bett klingelte. Als wir nämlich aus dem Fenster unseres Zimmers nach draussen schauten, stand ein riesiger Elefantenbulle keine fünf Meter von uns entfernt und war am fressen. Was für ein eindrücklicher Anblick! Um 06:00 Uhr erwartete uns Isaac vor dem Eingang der Lodge für die Frühpirsch im Ngorongoro Krater. Wir waren die Ersten unterwegs und hatten den rund 20km breiten Krater für uns alleine. Die Landschaft im Innern des Kraters ist äusserst vielfältig – so gibt es beispielsweise Süsswasserseen mit Nilpferden aber auch Salzwasserseen mit Flamingos. Wir sahen unzählige Gnus, Zebras und Thompson Gazellen. Wir erblickten auch viele Hyänen – ihr Lieblingsplatz scheint nämlich direkt neben der Strasse zu sein. In der Ferne – mit unseren Ferngläsern jedoch problemlos zu erkennen – konnten wir eine Gruppe von mindestens zehn Löwen beobachten. Ein Teil lag faul in der Sonne, während ein anderer Teil am fressen war. Doch sie mussten ihre Beute vor den Schakalen verteidigen, die immer wieder frech versuchten, ihnen das Mahl zu klauen.
An einem gemütlichen Platz gleich neben dem Hippo Pool baute Isaac einen Tisch und Stühle auf und wir genossen unser Frühstück mit grandiosem Ausblick auf die Nilpferde und Ägyptischen Gänse. Auf der anschliessenden Fahrt durch den Krater konnten wir weitere Schakale, Füchse, Hyänen, Warzenschweine, ein Nashorn sowie einen Elefantenbullen beobachten. Um 11:00 Uhr ging es auf einer abenteuerlichen Fahrt im Zickzack steil bergauf aus dem Krater hinaus. Auf dem Weg in Richtung Serengeti fuhren wir durch weitere Teile der Ngorongoro Conservation Area, wo sich zahlreiche Massai aufhielten. Wir legten an der Oldupai Gorge einen Stopp ein und besuchten das dortige Museum, das sich der Fundstelle des ältesten Urzeitmenschen widmet. Nach einem kurzen Vortrag zur Schlucht und den verschiedenen Funden ging es auch schon weiter. Vorbei an gigantischen Gnu- und Zebraherden erreichten wir die Ndutu Safari Lodge. Nach einer kurzen Siesta ging es um 16:00 Uhr auf eine weitere Pirschfahrt. Obwohl das Camp der Serengeti sehr nahe liegt, gehört das Gebiet immer noch zur Ngorongoro Conservation Area. Das Highlight der Pirsch war ein Bat-eared Fox (Löffelhund) mit seinen drei frisch zur Welt gekommenen Jungen, die sich ganz mutig aus ihrem Bau wagten.
Zurück in der Lodge war die Safari aber noch lange nicht vorbei. Von unserem Bungalow aus konnten wir Dik-Dik, Hasen, Grasmäuse, Zebras sowie Eidechsen und zahlreiche Fisher’s Lovebirds beobachten. Und sogar während dem Nachtessen schauten uns fünf Genet Cats (Ginsterkatzen) über die Schultern.
Tag 7 – Fahrt zum Ngorongoro Krater
- At November 20, 2009
- By Tomi
- In Tanzania 2009
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Heute ging es zunächst auf dem selben Weg zurück in Richtung Lake Manyara, auf dem wir vor zwei Tagen angereist waren. Und wiederum hatten wir eine Reifenpanne auf der holprigen Strasse – doch zum Glück hatte unser Land Rover zwei Ersatzreifen, und so war es für Isaac kein Problem, unsere zweite Panne zu beheben. Zurück in Moskito Village beim Lake Manyara liess Isaac zur Sicherheit unsere zwei platten Reifen reparieren. Nach dieser kurzen Verzögerung ging die Fahrt weiter. Mit jedem Meter wurde nun die Landschaft grüner und hügliger und die Temperatur kühler. Isaac ging es dadurch auch langsam wieder besser – er scheint der einzige Afrikaner zu sein, der unter der Hitze zu leiden hat.
Über eine weitere Schotterpiste, in der wir sogar einmal steckengeblieben waren, erreichten wir die Ngorongoro Sopa Lodge mit ihrer einzigartigen Lage direkt am östlichen Kraterrand. Da es im Krater gerade regnete und die Zeit sowieso relativ knapp geworden wäre, verschoben wir unseren Game Drive im Krater auf morgen und besuchten statt dessen eine Massai Village in der Nähe. Wegen unserer schlechten Erfahrungen mit diesen Touristenfallen waren wir sehr skeptisch. Doch Isaac suchte für uns ein authentisches Massai-Dorf, wo die Leute auch wirklich lebten. Während der Führung durch das Dorf wurde uns viel über die Lebensart der Massai erzählt und wir konnten sogar den Schulunterricht der Kleinkinder besuchen.
Tag 6 – Flamingos & Wasserfall
- At November 19, 2009
- By Tomi
- In Tanzania 2009
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Um halb Acht begann der Tag mit einer 1 1/2 stündigen Wanderung zum Lake Natron. Thomas, unser Massai, führte uns anfangs durch die mit Vulkanasche bedeckte Landschaft, wo in der Trockenzeit kein Grashalm wächst. Bereits eine halbe Stunde nach Abmarsch wurde es drückend heiss und der Schweiss lief uns den Rücken hinunter (nicht vergessen, es ist erst morgens um 8). Als nächstes durchquerten wir vereinzelte Sträucher und Bäume, in denen einige Massai mit ihren Kühen und Ziegen lebten. Leider sahen wir erneut viele verendete Kühe (und man roch es auch). Auf dem weiteren Weg begleiteten uns noch zwei Massaifrauen sowie zwei Kinder, die ebenfalls den Weg zum See einschlugen.
Wir erreichten dieselbe Stelle am See, die wir bereits gestern mit Isaac besucht hatten. Ein zweites Mal bestaunten wir Tausende von Flamingos, die am Ufer des Sees nach Nahrung suchten. Thomas half aktiv mit und bescherte uns tolle Fotos, indem er auf die Flamingos zurannte und sie aufscheuchte. So konnten wir auch fliegende Flamingos fotografieren. Für den Rückweg kam uns zum Glück Isaac mit dem Auto abholen, denn nun war die feuchte Hitze in der prallen Sonne wirklich nicht mehr angenehm.
Nach einem gemütlichen Mittagsschläfchen besuchten wir einen in der Nähe liegenden Wasserfall. Dazu galt es zuerst, 45 Minuten lang dem Wasserlauf bergaufwärts zu folgen, über Stock und Stein zu klettern und mehrmals auch durchs Wasser zu waten. Und wieder war uns Thomas ein guter und hilfsbereiter Führer. Beim Wasserfall angelangt, konnten wir den grossartigen Anblick geniessen. Auf dem Rückweg begegneten uns zahlreiche Touristen und wir waren froh, dass wir den Wasserfall noch alleine geniessen konnten. Nun begann es auch noch zu regnen, aber für uns war es eine willkommene Abkühlung. Unten angelangt schien bereits wieder die Sonne und Isaac fuhr uns zurück ins Camp. Nachdem wir unsere Safarikleider gewaschen hatten, gönnten wir uns eine erfrischende Dusche und liessen den Tag ausbaumeln.
Tag 5 – Fahrt zum Lake Natron
- At November 18, 2009
- By Tomi
- In Tanzania 2009
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Nachts um 04:00 Uhr hörten wir plötzlich, wie der Regen auf unser Zelt prasselte. Zum Glück konnten wir aber noch eine Weile liegenbleiben, und so störte uns das überhaupt nicht. Nach dem Aufstehen hatte es aber bereits wieder aufgehört und fielen nur noch ein paar einzelne Tropfen. Um 7:00 Uhr holte uns Isaac im Kirurumu Camp ab und wir machten uns auf den Weg zum Lake Natron. Für die rund 120 km brauchten wir knapp fünf Stunden, da es keine richtige Strasse gab. Die teils überflutete Schotterpiste führte uns durch Massailand. Immer wieder begann es zu regnen, was die Pistenverhältnisse nicht gerade verbesserte. Ein Grossteil der Landschaft was sehr karg und bot keinen Tieren einen Lebensraum. Die Dürre hat tiefe Spuren hinterlassen und überall lagen verendete Kühe. Dieses Jahr hatte es nicht gut gemeint mit den Massai, die sich nach der Regenzeit sehnen. Das letzte Teilstück des Weges wurde hügelig und auch ein wenig grüner. Hier sahen wir dann auch einzelne Tiere wie z.B. Zebras, Gnus, Thompsongazellen sowie viele Koris (Riesentrappen), die grössten flugfähigen Vögel Afrikas. Kurz vor dem Ziel forderte die Schotterpiste ihren Tribut und unser Auto hatte einen platten Reifen. Doch kein Problem für Isaac – er wechselte das Rad in derselben Zeit, die Dani brauchte, um hinter einem Baum pinkeln zu gehen.
Nach der langen Fahrt erreichten wir den Salzsee Lake Natron, wo wir die vielen Flamingos bereits aus der Ferne erblickten. Das letzte Stück bis zum See mussten wir zu Fuss gehen, da wir mit dem Jeep steckengeblieben wären. Am Ufer bestaunten wir die Riesenschar Flamingos, die im flachen Gewässer nach Nahrung suchten. Auf dem Rückweg zum Auto wurden wir von Massaikindern belagert, die uns unbedingt Schmuck verkaufen wollten. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir das unter Bäumen versteckte Lake Natron Tented Camp. Die Zelte sind im einzigen kleinen Wäldchen weit und breit aufgestellt. Die Anlage sowie die Zelte sind sehr liebevoll eingerichtet. Leider sind von hier aus keine Safari’s möglich, und so verbrachten wir unseren freien Nachmittag mit dem Besuch einer kleinen Siedlung in der Nähe des Camps, die rund 300 Einheimische beherbergt. Wir fühlten uns ein bisschen wie im Zoo – allerdings war nicht klar ob wir oder die Bewohner die “Ausgestellten” waren.
In der Gegend um den Lake Natron ist es äusserst heiss, und so verbrachten wir den Rest des Tages im Schatten der Bäume und beobachteten die Vögel, Ziegen und später auch Fledermäuse, die sich um uns tummelten.
Tag 4 – Game Drive im Lake Manyara Nationalpark
- At November 17, 2009
- By Tomi
- In Tanzania 2009
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Heute Morgen riss uns der Wecker bereits um 05:20 Uhr aus dem Schlaf. Und es ging auf Frühpirsch in den Lake Manyara Nationalpark. Der zweitälteste Nationalpark von Tanzania besteht aus einem Dickicht aus Bäumen und Sträuchern sowie dem angrenzenden Salzsee. Die Küste des Sees ist mit abertausenden Flamingos gesäumt, deren rosa Schimmer man schon von weitem sieht. Zuerst führte uns der Weg zum “Hippo Pool”. Wie der Namen bereits andeutet ist der Pool gefüllt mit Flusspferden. Aber auch Gänse, Kormorane, Seeadler, Gnus, Zebras sowie Wasserbüffel waren von dort aus zu sehen. Auf unserer weiteren Pirschfahrt sahen wir vor allem Bamboo’s (Paviane) und Impalas. Wir sahen aber auch Dick-dick’s (die kleinste Antilopenart), Klippspringer, Giraffen, Zwergmungo’s, ein Warzenschwein mit zwei wenige Tage alten Jungen, Sky- und Velvetmonkeys sowie verschiedenste Vogelarten. Nicht zuletzt kroch uns auch noch eine seltene und äusserst giftige Schwarze Mamba über den Weg.
Da wir unser Camp bereits um 06:00 Uhr verlassen hatten, wurde uns unser Frühstück als Picknick eingepackt. An einem höher gelegenen Aussichtspunkt mit Blick auf den gesamten Park konnten wir dieses nun geniessen. Leider blieb uns heute der Blick auf Elefanten und die berühmten Baumlöwen des Manyarasees verwehrt. Aber es wurde uns versichert, dass wir Elefanten und Löwen spätestens in der Serengeti sehen werden.
Nach 7 1/2 Stunden Safari verbrachten wir den Nachmittag entspannt im Camp und genossen von dort die Aussicht auf das Rift Valley.





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