Kurz nach dem Frühstück wurden wir von unserer Reiseleitung mit einem Minibus abgeholt und wir starteten unsere Tagestour, die wir gestern gebucht hatten. Als erster Stopp stand die Gewürzplantage auf dem Programm.
Auf der Plantage angekommen, wurden wir von einem kleinen Jungen in Empfang genommen, der uns durch für die nächsten zwei Stunden durch die Gegend führte. Er zeigte uns die verschiedensten Gewürzsträucher und Fruchtbäume und liess uns jeweils raten, was wir vor uns hatten. Um uns beim Ratespiel zu unterstützen zerrieb er jeweils ein paar Blätter zwischen den Fingern und liess uns daran riechen. Es nützte alles nichts – wir erkannten nur einen Bruchteil der uns gezeigten Pflanzen. Peinlich, peinlich. Am Ende der Tour wurden uns alle zuvor gesehenen Früchte auch noch zum Probieren serviert. So kletterte ein anderer Junge eine sicherlich 15 Meter hohe Kokospalme hoch und sang und tanzte dabei, bevor er uns ein paar Kokosnüsse runterbrachte.
Die nächste Station auf unserer heutigen Reise war Stone Town, der alte Stadtkern der Hauptstadt von Zanzibar. Unser Guide führte uns über den Markt und die engen Gassen und erzählte uns spannende Anekdoten. Wir besuchten den alten Sklavenmarkt und konnten uns ein Bild von den schrecklichen Umständen machen, die für die Sklaven Alltag waren. Die Hitze und vor allem die Feuchtigkeit machte uns schwer zu schaffen und so waren wir froh, als wir nach rund zwei Stunden in einem Hotel etwas tranken. Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir den Hafen und setzten von dort aus mit einem kleinen Boot zur nahen Prison Island über.
Die frühere Gefängnisinsel beherbergt heutzutage ein Hotel sowie ein Gehege mit Dutzenden von grossen Schildkröten. Ihr habt richtig gelesen – ein Gehege. Wir hatten uns die Insel völlig anders vorgestellt: mit zahlreichen Schildkröten, die in Freiheit am Strand lagen und ihre Eier bewachten. Aber wir wurden bitter enttäuscht, denn es war nur ein Zoo. Bevor wir die Rückfahrt antraten, gönnte sich Tomi noch eine kleine Abkühlung und bewunderte die Inselwelt von unter Wasser. Wir hatten nämlich zuvor im Hafen eine Schnorchelausrüstung gemietet. Doch es liessen sich nicht viele Fische blicken, und so fuhren wir nach kurzer Zeit zurück auf die Hauptinsel.
Zurück in unserem Hotel liessen wir den Abend gemütlich auf dem Pier mit einem Cocktail ausklingen.
Categories: Tanzania 2009
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