Letzte Woche habe ich mir ein kleines GPS-Gerät zum Geotaggen gekauft, den Sony GPS-CS1. Das nur 55g schwere und handliche Gerät speichert alle 15 Sekunden die Koordinaten der aktuellen Position in ein Log-File. Am Ende eines Urlaubstages kann man dann alle geschossenen Fotos mit den GPS-Koordinaten aus dem Log-File synchronisieren. Anhand des Aufnahmedatums eines Fotos werden die dazugehörigen Koordinaten aus dem Log-File gelesen und in die EXIF-Informationen des Fotos gespeichert.
Leider unterstützt das von Sony mitgelieferte Tool “GPS Image Tracker” nur Fotos im JPEG-Format. Es können weder Nikon RAW (.NEF) noch DNG Dateien verarbeitet werden. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einer alternativen Lösung gemacht – und bin mit GPicSync fündig geworden.
Die OpenSource-Lösung GPicSync unterstützt als einziges Tool (das ich finden konnte) die Formate DNG und NEF. Als zusätzliches Feature wird das vom Sony GPS-Stick erzeugte Log-File ins Google Earth Format (GPX) sowie ins Google Map Format (KML) konvertiert. Somit bietet mir GPicSync den kompletten Funktionsumfang, den ich mir von einem Geotagging-Tool überhaupt wünschen kann – und das ganze erst noch gratis.

Grundsätzlich kann GPicSync GPS-Informationen aus GPX- oder NMEA-Files lesen. Sony speichert ihr Logfile im NMEA-Format ab, allerdings mit der Dateiendung “.log”. GPicSync kann das Sony-Format nicht direkt lesen – die Dateiendung *.log wird nicht unterstützt. Deshalb muss das Log-File in ein txt-File umbenannt werden, danach klappt der Import wunderbar. GPicSync konvertiert ein NMEA-File (mit der Endung .txt) mit Hilfe vom integrierten GPSBabel automatisch ins GPX-Format und legt die neue Datei im Ursprungsverzeichnis ab.
Wie bereits erwähnt können auch Dateien für Google Maps und Google Earth erstellt werden, sofern die entsprechenden Menüpunkte aktiviert sind.

Resultat in Google Earth

Resultat in Google Maps
Fazit: Ich bin mit dem Tool GPicSync von Francois Schnell mehr als nur zufrieden und kann es wärmstens weiterempfehlen.
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